3.1 Bewegung, die einen Sinn hat
Unsere Bewegungen orientieren sich an den Mustern, die der Körper als Bauplan in sich trägt — an den drei Alltagsbewegungen und den drei Alltagspositionen. Jede Bewegung, die wir lehren, lässt sich aus diesem Bauplan ableiten. Das ist der Grund, warum sie einen Sinn hat.
Wir lassen niemanden Bewegungen machen, nur damit irgendeine Bewegung passiert. Bewegung ist für uns kein Selbstzweck. Als Selbstzweck kann Bewegung Dich tiefer in das hineintreiben, aus dem Du durch das Training eigentlich herausfinden willst — Kompensationen, die schon da sind.
Der Satz „Bewegung ist besser als keine Bewegung" stimmt nur unter den richtigen Bedingungen. Wenn ein Körper unphysiologische Muster unter Last bringt, verstärken sich Kompensationen. Der Körper merkt sich, was er tut. Bewegt er sich unphysiologisch und tut er das oft, lernt er, sich degenerativ zu bewegen. Was wirkt und fördernd ist, ist nicht Bewegung an sich, sondern Bewegung in der richtigen Form.
Bewegung steht bei uns deswegen im Dienst von etwas, das größer ist als die Bewegung selbst: strukturelle Korrektur. Das ist der höhere Sinn, an dem sich jede Übung ausrichtet — und aus dem die spürbaren Effekte folgen können, die danach kommen.